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Krebsfrüherkennung ist in jedem Alter lebenswichtig

Als gesetzlich Krankenversicherte haben Sie gemäß den "Krebsfrüherkennungsrichtlinien" Anspruch auf die nachfolgend
aufgeführten und von Ihrer Krankenkasse zu erstattenden Vorsorgeleistungen:

Vom Beginn des 20. Lebensjahres an die Spiegeleinstellung des Muttermundes, die Entnahme und Fixierung von
Untersuchungsmaterial von der Muttermundoberfläche und aus dem Muttermundskanal (sog. Zytotest) sowie die bimanuelle gynäkologische Untersuchung.

Zusätzlich vom Beginn des 30. Lebensjahres an erfolgen das Abtasten der Brustdrüsen und der regionären Lymphknoten.

Vom Beginn des 45. Lebensjahres an kommt noch die digitale Untersuchung des Enddarmes dazu.
Ab dem 1.10.2002 hat sich für die Patientinnen der gesetzlichen Krankenkassen die Darmkrebs-Früherkennung
(Untersuchung auf Blut im Stuhl) geändert.
- bei Patientinnen von 45 bis 49 Jahre entfällt jetzt der Test
- bei Patientinnen von 50 bis 54 Jahre wird der Test, wie gewohnt, einmal jährlich durchgeführt
- bei Patientinnen ab 55 Jahre wird der Test nur noch alle 2 Jahre durchgeführt
Diesen Patientinnen ab 55 Jahre wird von der Krankenkasse alternativ alle 10 Jahre eine Darmspiegelung angeboten.
Wird diese durchgeführt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen zukünftig keine Kosten mehr für eine Untersuchung auf Blut im Stuhl.
Auf Wunsch erhalten Patientinnen ab 55 Jahre hierzu ein Merkblatt.
Patientinnen, die nach der neuen Regelung nicht mehr einen kassenärztlichen Anspruch auf die Untersuchung
auf Blut im Stuhl (Stuhl-Test) haben, können diese Untersuchung jedoch als "Wunschleistung" weiterhin in unserer Praxis erhalten.
Der herkömmliche Guajak-Test (z.B. Haemocult - Stuhlprobentest oder der Hemo Fec - Stuhlprobentest)
bietet Ihnen eine Sicherheit von ca. 45%.
Ein neuer, weiterentwickelter immunologischer Stuhltest (ImmoCare - Stuhlprobentest) erhöht die Sicherheit auf über 95%.
Weitere sinnvolle Untersuchungen, die zu einer höheren Sicherheit führen
und die sehr empfehlenswert sind, werden nachfolgend vorgestellt.
Die vaginale Ultraschalluntersuchung
Ein Frühstadium von Eierstockkrebs oder Gebährmutterhöhlenkrebs ist nicht tastbar. Durch die vaginale
Ultraschalluntersuchung
können Veränderungen in diesen Organen oftmals schon frühzeitig sichtbar gemacht werden.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, vor dem 45. Lebensjahr einen Schnelltest auf verstecktes Blut im Stuhl
als Wunschleistung durchführen zu lassen.
HPV-Test
(Humane Papillomaviren-Testung)

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichen Abständen stellt eine hervorragende
Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals dar.
Wie jede Methode kann Sie jedoch keine 100%ige Sicherheit gewährleisten.

Humane Papilloviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell
übertragen. Bestimmte Typen dieser Viren (aus der sogenannten Hochrisikogruppe) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen; dieses haben neueste Forschungsergebnisse gezeigt.
Zusammen mit dem zytologischen Abstrich erhöht sich die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit
erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich.
Dieses Plus an Leistung optimiert Ihre Vorsorge.

Bitte entscheiden Sie, ob und welche ausschließlich privat zu erstattenden sinnvollen Zusatz-Screening-Untersuchungen
bzw. vorbeugenden Untersuchungs- bzw. Behandlungsmaßnahmen Sie in Anspruch nehmen möchten.
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